so sieht der heutige Sonntag aus. Sind wohl die Vorboten des Winters.

Hab gestern eine ganz eigenartige und für uns HandarbeiterInnen befremdende Anfrage bzw. Antwort erhalten. Da wollte doch eine "werdende Omi" für ihr Enkerl, das Ende November, Anfang Dezember zur Welt kommt von mir gestrickt - Schal mit Raupe, Schühchen, Handschühchen und Kapuzenjäckchen. Da ich keine Vorstellung habe welche Qualität der Wolle sie will und ich ja wirklich nicht über jedes Knäuel Wolle preislich Bescheid weiss hab ich ihr die Auskunft gegeben, dass sie für Wolle und Arbeit zwischen € 80,-- und € 100,-- rechnen müsse und ich ihr dann das Paket per Nachnahme schicken muss, da die Post von Österreich nach Deutschland sehr teuer ist.

Die Antwort hat mich fast umgehauen:

" das ist zu teuer" - "weil die Kosten der Post nur € 5,-- beträgt".

Was jetzt - ist das eine Antwort auf mein echt nettes und höfliches Angebot? Ich versteh die Welt nicht mehr, hätte ich noch die Chance Oma zu werden, na ja . . . . .ist ein anderes Kapitel.

Ich schicke 2-3x im Jahr ein Paket nach München - und der Preis haut mich fast ein jedesmal um.

War mein Angebot zu teuer? Soll ich meine Ideen, meine Arbeit verschenken? NEIN - ich würde wieder diesen Preis nennen. Das bin ich mir schuldig - AUS PASTA. Bei uns gibts einen schönen Spruch:

"Wer nicht will, der hat schon"!

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Kommentar von Stricksogern am 10. Dezember 2013 um 8:42am

Ihr lieben Schäfchen, ich glaube zu diesem Thema gehen uns nie die Gedanken aus. Es ist wirklich so, dass man Handarbeiten nur den Leuten schenken sollte, die sie achten und schätzen können. Im Moment besuche ich gerade meine Enkelkinder. Mein schönster Dank für die Arbeit ist ihre Freude, wenn sie es kaum erwarten können, das Strickstück anzuziehen. Mein Enkelsohn, der immer ohne Hausschuhe durchs Haus tobte, vergisst nicht mehr seine Puschen. Dann habe ich gestern für ihn 2 Mützen in Neonfarben gemacht. Meine Enkeltochter bekam auch gleich eine kunterbunte Mütze dazu, und nun freuen sie sich wie Bolle. Ich werde sie mal heute  fotografieren. Also, wenn möglich,  die Sachen nur noch verschenken! LG Monika

Kommentar von Ute am 10. Dezember 2013 um 6:59am
Ich sag das jetzt mal derb: Arschlecken dreiachtzig. Das ist preiswert und beständig, kostet nämlich solange ich denken kann schon dreiachtzig und hat sich selbst bei der Umstellung auf den Euro nicht geändert.
Aber Spaß beiseite. Ich war auch gerade verwundert. Eine Freundin, die meine Filzblüten sehr schätzt und schon 2 geschenkt bekommen hat, fragte mich, ob ich ihr 2 weitere verkaufen würde zum Verschenken. Normalerweise verkaufe ich nichts und möchte deshalb auch keinen Preis sagen. Sie hat mir dann 10 Euro für beide geboten. Das ist gerade die Wolle, wenn ich sie im Sonderangebot gekauft habe. Aber viele haben eben keine Vorstellung, was Wolle kostet. Ich hab sie ihr zwar gegeben, aber das mache ich nicht wieder. Es hat den Wert meiner Arbeit so herabgesetzt. Und die Kollegin, der ich eine zum Nikolaus geschenkt habe, hat sich auch nur sehr gekünstelt gefreut. Das weiß ich auch noch nicht einzuschätzen. Also, ich sag nur: dreiachtzig. LG Ute
Kommentar von Marie am 8. Dezember 2013 um 1:13pm

Liebe Friederike,

ich wohne in Linz!!

LG und noch einen schönen 2. Advent

Marie

Kommentar von Sanni am 8. Dezember 2013 um 10:21am
Liebe Friederike,

das finde ich ist eine wunderbare Idee!
Bei uns in Wien gibts die Aktion Hauben, Schals und Handschuhe für Obdachlose zu stricken. Auch das finde ich großartig, denn diese Menschen freuen sich riesig über das.
Danke, auch dir einen schönen 2. Advent :)
Ganz liebe Grüße
Kommentar von Friederike Neubacher am 8. Dezember 2013 um 8:02am
Hallo Sanni! Ich lass die Gurke im Kraut - wie du so lustig geschrieben hast. Wir haben hier in Salzburg ein Forum "Salzburgbörse", da kam ein Aufruf für eine alleinerziehende werdende Mutter, die dringend Babysachen benötigt. Weisst du was, dieser werdenden Mutter werde ich selbstgestrickte, von mir entworfene Babysachen schenken. Helfen tut gut und ich freu mich, wenn sich andere freuen.
Und mein Hobby nimmt mir ohnehin niemand, das geht gar nicht. Wünsche dir einen schönen 2. Adventsonntag und alles Liebe für dich.
Kommentar von Sanni am 6. Dezember 2013 um 4:36pm

Liebe Friederike,

bitte lass dir von so einem Geizkragen das Hobby nicht madig machen! Ich versteh dich sehr gut. Denn ich verschenke auch nur meinen Liebsten handgearbeitete Werke. Habe mir diesen Sommer ein paar Häkel- und Strickshirts gemacht, die nur mit dem Wollenwert pro Shirt bei ca. 60 Euro lagen. Dann die Arbeit noch dazu gerechnet... kannst dir vorstellen was für Summen das ergeben.

Also, lass die Gurkn im Kraut und ärgere dich nicht! ;)

Ganz liebe Grüße
Sanni!

Kommentar von Friederike Neubacher am 1. Dezember 2013 um 8:17pm

Hallo Marie, schön, dass wir Österreicher auch einer Meinung sind. Danke für deinen echt tollen Kommentar.

Wo bist du denn in Österreich?

Wünsch dir noch einen schönen Abend und schöne Adventtage Friederike

Kommentar von Marie am 1. Dezember 2013 um 3:19pm

Also ich finde, diese werdende Oma war sehr frech!
Wahrscheinlich ist das so ne "sparende" Frau.... tze...tze...tze...tze...tze
Und da sagen alle, die Jugend von heute ist UNMÖGLICH! 

LG

Marie

Kommentar von Friederike Neubacher am 24. November 2013 um 10:26pm
Hallo ihr Lieben - Danke für eure Meinungen, tut gut zu wissen, dass ich nicht verkehrt liege. Auch wenn ich gerne stricke, meine Zeit, meine Ideen und die Kreativität darf an solche Leute nicht verschenkt werden. Diese werdende Oma wird sich gedacht haben - probieren kann man mal. Wahrscheinlich hat sie wirklich keine Ahnung was wir leisten können - doch unsere Schätze gibts halt nicht gratis. Und so wie Ulla geschrieben hat - dann verschenke ich die Sachen an Menschen, die unsere Arbeit zu schätzen wissen.
Spass dazu: " das war das Wort zum Sonntag".
Ich wünsche euch allen eine kreative erfolgreiche Woche.
Kommentar von Stricksogern am 24. November 2013 um 11:49am

Liebe Lila, du sprichst mir aus dem Herzen! Du kannst jedes andere Handwerk nehmen, das musst du teuer bezahlen. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, zu einer Schneiderin zu gehen und dort erwarten, dass man die Arbeit für ein Äppel und  'n Ei bekommt. So ein Vergleich ist vielleicht angebracht. 

Ich finde deshalb die Idee mit dem Tauschen prima, da wissen die Leute, wieviel Arbeit der Andere hinein gesteckt hat. Natürlich ist das auch nur bedingt möglich.  LG Monika

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