hallo,

ich habe ein paar wollknäule bestellt.zb. die junghans merino classic, merino- cotton, online alpaka.
alle kratzen.

nun habe ich die frage, ob sich das noch irgendwie ändert?
ich habe am unterarm getestet und am kinn.wenn ich die wolle verstricke kratzt das strickstück dann erst recht bzw. kann ich davon ausgehen, wenn( mich) das knäul schon kratzt, dass sich das beim strickstück wie zb. einem pulli nicht ändern wird?


gerne möchte ich noch wissen, ob Sie mir wolle empfehlen könnten, die nicht kratzt, aber gleichzeitig kein bzw.sehr wenig acryl/polyester enthalten.

ich bin mittlerweile sehr unsicher was die richtige wahl der wolle für mich angeht.
baumwolle habe ich auch schon ausprobiert. nur leider war diese mercisiert und gasiert, was mir von der habtik gar nicht gefallen hat.
haben sie auch ein  baumwollgarn, das von der habtik her eher weich ist?
als beipiel hätte ich die "schachenmayr bravo".


nun ginge es noch um die funktionen der verschiedenen wollgarne?

vorallem die mischwollgarne interessieren mich.
sind wenn man mischwolle verwendet, die funktionen/eigenschaften, der einzelnen wollarten noch vorhanden, oder wird durch die mischung zb. bei alpaka und acryl die feuchtigkeits ableitende funltion des alpakagarns beeinflusst?



oder auch wenn nur ein geringer teil acryl enthalten ist.

es gibt ja auch garne aus bis zu 4 oder mehr verschiedenen % anteilen.
haben (die) mischungen einen jeweiligen sinn?



gibt es denn auch weiche wolle die nicht aus polyzeugs ist?

grüße
nora

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Liebe Nora,

wir hatten uns über Deine Fragen gestern im Chat schon unterhalten. Deshalb sollten Deine Frage nach der "Kratzigkeigt" von Wolle mittlerweile beantwortet sein.

Ich will trotzdem hier nochmal ausführlich antworten, damit auch andere die sich damit beschäftigen eine Antwort auf die Fragen nachlesen können.

Zum Kratzempfinden bei Wolle auf der Haut:

  1. es hängt stark mit dem persönlichen Empfinden zusammen
  2. ob Wolle als kratzig empfunden wird ist nicht nur von der Weichheit der Faser, sondern vor allem auch von der Struktur der Wolle abhängig
    Angora und Alpaka sind extrem kuschelige Fasern, Wolle daraus ist aber fast immer sehr fluffig gesponnen. Wenn man den Faden anschaut stehen viele Härchen ab. Bei empfindlicher Haut löst das das Gefühl von Kratzen aus.
  3. Eine der weichsten Schafwollen ist australische Merino. Es gibt aber auch noch Merino aus anderen Erdteilen.
    australische Merino: hier sollte man darauf achten, dass sie mulesingfrei ist. Genaueres darüber siehe hier
    südamerikanische Merino: nicht ganz so weich, aber dafür garantiert mulesingfrei, weil in Südamerika die Problematik nicht besteht.
    Deutsche oder auch süddeutsche Merino: noch weniger weich, weil in Deutschland nicht auf Wolle sondern auf Fleischertrag gezüchtet wird. Der überwiegende Teil der Schafe in Süddeutschland sind Merinoschafe und werden zur Landschaftspflege und Fleischgewinnung gehalten

    Fazit: Nur weil Merino drauf steht, muss es keine Kuschelwolle sein


  4. Mohair: Mohair ist die Wolle der Angoraziege. Angorawolle dagegen stammt vom Angorakaninchen. Mir ist noch nie reine Mohair begegnet. Meist sind nur 10 oder 20% Kidmohair in einem Garn enthalten. Gröstenteils zeichnet sich solche Wolle durch extreme Flauschigkeit aus. Und eben diese Flauschigkeit vertragen viele Menschen nicht auf der Haus. Mich z.B. juckt es schon, wenn ich nur an Mohair denke.

Es hilft also nur, Wolle anzufassen und für sich selber herausfinden, ob man sie mag.

Bei Butinette habe ich Materialinfos zu verschiedenen Garnen gefunden, die zu diesem Thema aufschlußreiche Antworten liefern.

Die Schachenmayr Bravo ist übrigens 100% Polyacryl. Polywolle ist aber nicht gleich Polywolle. Es gibt welche, die sich richtig nach Plastik anfühlen und andere die sehr kuschelig sind (Microfasergarne). Auch hier hilft nur eine Fühlprobe.

Nun noch ein wenig zu den Mischgarnen.

Wieso wird Wolle auf verschiedensten Fasern gemischt? Hierfür gibt es mehrere Gründe.

  1. Unterschiedliche Fasern haben unterschiedliche Eigenschaften
    z.B. Sockenwolle hat einen 20 bis 30% Polyanteil um die Haltbarkeit zu erhöhen. Die 70 bis 80% Wollanteil erhalten die feuchtigkeits- und wärmeregulierenden Eigenschaften der Wolle
    oder bei Angora wird häufig mit Schafwolle gemischt, da reine Angorawolle nicht so stabil ist, wie mit Schafwolle gemischtes Garn.

  2. auch der Preis der verschiedenen Fasern spielt eine Rolle. Auch hier ist Angora ein gutes Beispiel, ebenso wie sehr wertvolles Cashmere. Die stark wärmende Eigenschaft dieser Fasern wird kombiniert mit günstigeren Schaffasern zu einer im Preis noch erschwinglichen Wolle versponnen.

Ich hoffe, meine Antowrt ist nun ausführlich genug um Deine Fragen zu beantworten.

LG Lila

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