Planungen für ein Pulloverprojekt - Habe ich richtig umgerechnet?

Hallo zusammen,

Ich bin gerade dabei, meinen ersten Pullover zu planen. Ich habe mir ein Strickmuster von Junghans ausgesucht, das im Original mit deren Garn "Merino Classic" gestrickt werden soll. Ich wollte das Ganze aber mit dem Garn "Big Merino" von DROPS machen, weil ich das kenne und es laut Angaben auf der Banderole etwa "Merino Classic" entsprechen soll - übrigens ähneln sich auch die verfügbaren Farben sehr.

Mir ist natürlich klar, dass man das nicht ohne Maschenprobe machen darf, und so habe ich schon mal eine Maschenprobe mit dem Big Merino gestrickt, das ich hier habe. Laut Banderole soll das Big Merino eine 10x10-Maschenprobe mit 17 Maschen und 22 Reihen ergeben, das Junghansgarn 16 Maschen und 22 Reihen, beides mit Nadelstärke 5.

Meine Maschenprobe à 17x22 ist aber nur 8x8 cm groß. Für den Naturwissenschaftler in mir ist das natürlich an sich kein Problem - man rechnet einfach um. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich nicht vielleicht etwas falsch gemacht habe, weil für meinen Geschmack ein deutlicher Mehrverbrauch an Wolle herauskommt. Außerdem enthält der Pulli ein Zählmuster, das ich bislang bei meinen Überlegungen zum Umrechnen noch nicht berücksichtigt habe. Ich wäre also sehr dankbar, wenn sich ein erfahreneres Schaf mal meine Überlegungen anschauen würde.

Erstmal der Link zu dem Modell, das mich interessiert: http://media.junghanswolle.de/media/pdf/anleitung/juwo/anleitung_10... Ich würde dabei die mittlere Größe, also 50/52 machen.

Wenn ich mir die Anleitungen anschaue, dann beziffere ich überschlagsmäßig die Fläche des Vorder- und des Rückenteils mit je 4076 Quadratzentimeter (ich zerlege dafür die einzelnen Abschnitte des Musters in Rechtecke und Dreiecke, deren Flächen man bequem berechnen kann und runde die Maße dafür großzügig auf). Für jeden Ärmel komme ich auf 2409 Quadratzentimeter. Addiert man das, kommt man auf grob 13000 Quadratzentimeter, die zu stricken sind.

Meine Maschenprobe misst nun 64 Quadratzentimeter. Wenn man sie wiegt, erhält man 5 Gramm. Das runde ich auf zu 6 Gramm, weil die Waage keine Nachkommastellen angibt). Das bedeutet, dass ein Gramm Garn ca. zehn Quadratzentimeter ergibt und ein Knäuel à 50 Gramm dementsprechend 500. Damit müsste man 26 Knäuel Wolle kaufen.

Was mich nun allein schon stutig macht ist die große Abweichung zwischen der angegebenen und der tatsächlichen Maschenprobe. ist sowas normal? Und: Hat es aus Eurer Sicht überhaupt Sinn, dann anzufangen, denn das Zählmuster müsste man ja auch noch entsprechend anpassen, sonst wäre es ja viel zu klein.

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Prima. Das ist bestens zu wissen. Geht das denn auch konkreter? Also z.B. wo ich falsch umgerechnet habe?

Das klingt schon wesentlich konstruktiver....

Liebe Sandra,

ich möchte Dich hiermit bitten, zukünftig das Beantworten von Fragen bleiben zu lassen, da Du es anscheinend nichst schaffst, dies in einer freundlich angenehmen Art zu tun!

LG Lila

ähm - ich bitte zu beachten : mit wieviel KP (Kilopoint) strickst du deine Maschen ?

Falls du es mir nicht glauben willst , lege einen , locker gelegten Abschnitt deiner Wolle auf den Tisch, ca 1 m . Dann fasse beide Enden Deines Stückes und ziehe kräftigst ;)

Liebe Gabi,

mir scheint Deine Antwort ist nicht wirklich ernst gemeint! Kein Mensch würde je auf die Idee kommen die Kraft zu messen, mit der die Wolle verstrickt wird.

Kilopond ist übrigens eine sehr veraltete Maßeinheit, bereits seit meiner Schulzeit (und die ist schon ewig her) wird Newton [N] als Einheit für Kraft verwendet.

LG Lila

Liebe Lila,

  1.  ich habe mir nichts böses dabei gedacht.
  2. wenn jemand solche Berechnungen anfängt aufzustellen , sollte mit solchen Antworten auch umgehen können.
  3. habe ich letztens eine ChunkyWolle in den Händen gehalten / verstrickt. Als ich überschlagen wollte , wieviel ich noch übrig halten muß um abzuketten, ist mir fatal aufgefallen, wiesehr sie "dehnbar" ist !
  4. als Filethäklerin weiß ich von mir selber nur zu gut, das ich am Anfang sehr stramm/feste häkle und im späterem Verlauf locker werde. Beim Stricken fällt es mir auch des öfteren auf.
  5. Habe ich meinem Mann das hier vorgelesen und er erzählte mir das von KP. Mein Mann  ist ü50 - und wenn er mir etwas von Mathe erzählt nehm ich das gerne , denn er liebt Zahlen !

Handarbeiten ist eine tolle Sache. Manchmal muß man auch rechnen. UNd  ich rufe oft nach Hilfe und bin froh, wenn sich wer meiner annimmt und mir weiterhilft.

Ich könnte noch mehr schreiben , aber besser ich verziehe mich :)

Ich wünsche noch viel Erfolg , beim Erklären und Verstehen der MaPr

Schönen Tag euch allen  ☼

Gabi

ps: wer Rechtschreibfehler entdeckt, darf sie gerne behalten ;)

Lieber gyps,

strick einfach die Maschenprobe nochmals. Dieses Mal mit dickeren Nadeln. Die Alternative zum Umrechnen ist lockerer bzw. fester zu stricken, dies erreicht man einfach mit dickeren bzw. dünneren Nadeln.

Unterschiede bei der Maschenpobe kommen von unterschiedlicher Strickweise, die einen stricken sehr fest, die anderer sehr locker, das kann einiges an Abweichung ausmachen. Ein anderer Grund ist die Größe der Maschenprobe. Der Randbereich ergibt nicht die selben Werte wie die Maschen die vom Rand entfernt liegen.

Damit die Maschenprobe möglichst aussagekräftig ist, strickt man die Maschenprobe immer ca. 15 x 15 cm groß und misst dann mittig die 10 cm ab um die Maschen und Reihen zu zählen.

Für den Wollbedarf ist die Lauflänge meist besser geeignet als das Gewicht. Je nach Material und Spinnweise kann ein Garn mit optisch gleicher Dicke und derselben Maschenprobe doch unterschiedlich schwer sein.

Laut Anleitung benötigst Du von der Junghans Merino classic 500 g, 300 g und 50 g das macht bei einer LL von 80 m / 50 g   800 m, 480 m und 80 m

Für die Wolle Big Merino von Drops (LL 75 m / 50 g) ergibt das dann 550 g, 350 g und 50 g

In Deinen Berechnungen sehe ich übrigens keinen Fehler, ich rechne auch häufig über die Fläche.

LG Lila

Hallo,

Danke für die ausführliche Antwort. Ich wiederhole die Maschenprobe gerade mit einem 30x30-Stück und 5er Nadeln. Wenn das noch nichts bringt, werde ich es mal mit einer dickeren Nadel probieren. Wieviel dicker ist denn aus Deiner Sicht zu empfehlen? 5,5 oder vielleicht eher 6 oder 6,5?

Einigen wir uns auf das arithmetische Mittel und nehmen 6,5 (bei einer Standdardabweichung von 0,353). In der Stärke habe ich nämlich noch eine Rundnadel rumliegen :-)

Alles eine Frage der Herangehensweise. Mir helfen Dinge wie Symmetriebetrachtungen etc. um zu verstehen, was ich tue. Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen...

Lieber gyps,

ich verstehe Deine Vorgehensweise sehr gut. Als Ingenieurin bin ich auch eher mathematisch wissenschaftlich geprägt.

Wenn alles mathematisch berechnet ist, können wir immer noch 5 gerade sein lassen ;-)

LG Lila

Dann bin ich ja beruhigt. Die ersten Antworten hier im Thread klangen ein bisschen so, als wollte man mich hochnehmen.

Mir war aber tatsächlich nicht klar, dass eine Maschenprobe ein größeres Stück sein muss als das, was angegeben ist.

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