02.08.2013: Heute Abend ist der schönste Abend des ganzen Jahres: ich habe ab jetzt 3 Wochen Urlaub! Wenn ich gefragt wurde, was ich vor habe, habe ich immer ein wenig geschwindelt. Die Wahrheit wäre gewesen: stricken. Aber das kann keiner verstehen, der nicht strickt. Also ist die Wetterfrage für mich auch relativ, stricken kann ich drinnen wie draußen. Bei schönem Wetter muss ich allerdings auch noch einige andere Arbeiten draußen verrichten und somit habe ich bezüglich meines Wunschwetters fast ein schlechtes Gewissen. Aber nein, ganz so schlimm ist es nicht, natürlich wünsche ich mir Sonne, Sonne, Sonne und dann komme ich aus dem Urlaub zurück und bin "bräuner" wie alle.

Stricken war bisher immer mein Wintervergnügen, wenn es sehr warm ist, macht es mir nicht so viel Spaß, wenn es so warm wie jetzt ist, quietschen die Maschen ja regelrecht beim Abstricken. Aber ich habe bisher auch noch nie Margeriten gestrickt und damit ist eigentlich auch schon alles zum Thema Suchtfaktor gesagt. Es war Liebe auf den ersten Blick kombiniert mit einer faszinierenden Technik: Patchworkstricken nach Horst Schulz.  Und damit fängt die Geschichte eigentlich an. Seit einiger Zeit war ich mehr auf der Suche nach (für mich) neuen Techniken. Ich surfte stundenlang durchs Internet, Strickmusterbücher waren (und sind immer noch) meine Lieblingslektüre, ich habe viel ausprobiert, angefangen, wieder beiseite gelegt, weil ich wieder etwas Neues entdeckt habe. Meine Wollvorräte, die ich eigentlich mal abarbeiten wollte, haben sich dadurch eher vermehrt ebenso wie die Anzahl meiner "WIP's". Und mittendrinn sitz ich nun und stricke Margeriten, eine nach der anderen. Wie sich der Geschmack mit der Zeit doch auch ändert. Ich kann mich noch gut erinnern, dass meine Schwestern und ich von unserer Tante Anna vor vielen Jahren einmal jeder ein selbstgehäkeltes Sofakissen mit Blümchen vorne und hinten schlicht geschenkt bekommen haben. Es lag bei mir lange gut versteckt im Gästezimmer, bis ich kein Gästezimmer mehr hatte. Ich kann mich an den Verbleib im Moment nicht wirklich erinnern. Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich mich selbst einmal in gestrickte und gehäkelte Blumen verlieben würde, hatte ich es nicht geglaubt.

Ich habe einen Plan für meine Margeritendecke gezeichnet. Ich habe 3 Gelb/Orange-Töne für die Mitte der Blüten und 3 Grüntöne für die Verbindungsquadrate sowie einen weiteren Grünton für die Blüte und weiß für die Blütenblätter. Ich habe mich für eine symetrische Verteilung der Farben entschieden und bilde mir ein, dass ich mit dem Plan die bessere Übersicht habe. Im Original sind auch die Blütenhintergründe unterschiedlich. Gefällt mir auch sehr gut, war mir aber für den Einstieg in diese Technik zu viel zu bedenken. Jetzt – nach 30 Margeriten – wäre es kein Thema mehr, aber man muss sich eben entscheiden. Es war allerdings auch nicht so einfach, die passenden Farben zu finden. Hier ist ja nicht die Großstadt. Das war auch der Grund, warum ich nach einer Woche Margeritenstricken noch einmal von Vorne angefangen bin. Entdeckte ich doch mehr zufällig noch ein so zauberhaftes Lindgrün – runtergesetzt – von dem ich bis dahin gar nicht wusste, dass es mir fehlt. Das kommt ja noch erschwerend hinzu: auch der Kostenfaktor muss im Auge behalten werden. Dazu später mehr.

3 Margeriten pro Woche habe ich mir als Minimum gesetzt. Das macht 156 pro Jahr, das ist zur Zeit auch die Größe, die ich mir vorstelle, also wird es schlimmstenfalls Juli 2014 bis zur Fertigstellung. Dagegen arbeite ich natürlich an, soweit es mir möglich ist. Und ich habe schon ganz gut vorgelegt. 26 Margeriten sind fertig. Jetzt lasst mich mal kurz rechnen:  Juni 2014. Heute Morgen habe ich mir überlegt, was ich wohl während des Urlaubs schaffen könnte und habe mich mit mir auf 2 pro Tag geeinigt, wären dann 46 plus der schon fertigen 26 = 72.

Das ist jetzt in Stein gemeißelt und ich bin gespannt, vor allem, wie es sich mit der Euphorie verhalten wird in den nächsten Wochen. Ich halte euch auf dem Laufenden. Jetzt muss ich erst einmal weiterstricken.

Liebe Grüße Ute


03.08.
Na, das fängt ja gut an. 2 habe ich geschafft, also genauer gesagt 2 Reihen, noch genauer: 2 Reihen von einer Margerite. Das ist quasi nix! Totaler Rückstand. Ich hatte erst noch ein paar der mehr als reichlichen Fäden vernäht und wollte dann loslegen, da überkam mich doch so eine bleierne Müdigkeit. Sollte mir dieser Abend eine wichtige Erleuchtung geben? "Stricken und Wein - das lass sein"??? Ich glaube, ich werde in den nächsten Tagen versuchen, diese Theorie durch mutige Selbstversuche zu untermauern. :)
Das mit den Fäden ist auch so ein Thema. Horst Schulz, der diese Stricktechnik entwickelt hat, webt die Fäden gleich mit ein. Dazu war ich bisher zudummzu. Also habe ich es gelassen und vernähe brav. Außerdem finde ich, dass man beim Vernähen immer noch mal was zurechtpfuschen kann, also z. B. diese zu großen Löcher, die beim Maschenaufnehmen immer mal wieder passieren und wo ich noch nicht dahinter gekommen bin, warum das mal ist und Gott sei Dank meistens eben nicht. Über diesbezügliche Tipps und Tricks würde ich mich sehr freuen, habe ja noch viel Zeit, einiges auszuprobieren. Aber ich nehme mir inzwischen die Zeit, das Einweben zumindest bei den einfarbigen Verbindungsquadraten konsequent zu üben und es wird immer besser. Innerhalb der Margerite finde ich es auf der Rückseite nicht so schön, beim Vernähen kann man den Faden schöner "verstecken". Deshalb werde ich es dabei belassen, dort weiterhin zu vernähen, freue mich aber, aus diesem Weg die Technik des Einwebens ebenfalls kennen gelernt zu haben.
Überraschenderweise sieht die Rückseite der Decke übrigens auch sehr hübsch aus.
Es ist noch sehr früh - sechs geteilt durch 13 - vielleicht schaff ich den Rückstand ja bis zum Frühstück. Dann gibt es heute eben mal später Frühstück. Und Lilly, die süsseste Katze auf der ganzen Welt, hat schon was bekommen.
LG. Ute

04.08.
Meine Decke hat mich voll im. Griff. Der "Rückstand" ist aufgearbeitet, ich musste auch noch räppeln, was ganz blöd ist, lieber stricke ich rückwärts, wenn ich einen Fehler noch rechtzeitig bemerke. Ich habe so einen Standardfehler, der sich immer wieder einschleicht. Ich habe mir nun vorgenommen, kurz vorm Ende nochmal genau zu checken, ob alles stimmt. Meine Decke diszipliniert mich, das merke ich immer mehr. Ist nicht mal soeben dahingestrickt, nein, konzentriere dich bitte auf mich, liebe Ute! Also, an dieser Stelle möchte ich mal was erwähnen, was mir schon die ganze Zeit komisch vorkommt. Meine Margeritendecke - moment jetzt muss ich erst mal schauen, dass ich nicht beobachtet werde - so, bin wieder da - also meine Decke spricht mit mir! --- Bitte jetzt nichts unternehmen, ich komm damit schon klar. Ich frage mich, ob vielleicht die Seele meiner längst verstorbenen Grossmutter Margarete (von der ich übrigens meinen 2. Vornamen habe)mit mir, ihrem Patenkind, in Kontakt treten möchte? Grad gruselt's mich ein wenig. Vor wem? Weiß ich auch nicht so genau. Ich strick mal weiter und hör einfach nicht hin.
LG Ute

05.08.
Gestern war Familientag bei meiner Schwester Görtrud. Sie heisst ja eigentlich Gertrud, aber ich sage immer Görtrud, wobei ich dem "rtrud" so einen amerikanischen Slang verpasse. Man kann sich noch so schöne Namen für seine Kinder ausdenken, wichtig ist, was das Umfeld daraus macht. Sorry Görtrud. Also Görtrud meint, dass sie das Kissen von Tante Anna noch hat. Wenn sie es findet, werde ich es hier zeigen und bin gespannt, wie ich es heute finde. Tante Anna ist jetzt 86 Jahre alt, zeitlebens "schwer krank" und kommt seit Jahrzehnten das letzte mal hier hoch (von Hessen nach Norddeutschland), weil sie hier besser "schnaufe" kann. Tante Anna hat ihren nächsten letzten Besuch für Ende August angekündigt. Ihr Mann heisst übrigens Nikolaus, Nickl, ist das nicht süss? ich freu mich schon auf die Beiden, nur der Abschied ist jedesmal so dramatisch.
Solche Tage bringen mich pensumtechnisch natürlich sofort ins Minus. Und heute lässt sich ein Fortschritt auch nur durch eine Nachtschicht erzielen weil ich so Einiges auf dem Zettel habe und das muss ich erst einmal sehen, wie mir danach zumute ist. Ich habe das Gefühl, meine Decke mault mit mir. Kann ich dann auch nicht ändern.
Lg Ute

06.08.
Also, ich fühle mich ein wenig fremdbestimmt. Um es gleich mal vorweg zunehmen: Alles paletti, bin sozusagen a` jour. Der Tag lief nämlich völlig anders als geplant. Es fing damit an, dass ich viel länger geschlafen habe als geplant. Ich schlafe mehr in Etappen. Gegen 4:30 morgens (ich sag dazu allerdings noch nachts) weckt mich die süßeste Katze auf der Welt, indem sie mir alles, was auf dem Bord über meinem Bett abgelegt ist, runterbugsiert, mir direkt auf den Kopf. Dabei schnurrt sie, wie sie es mal nicht macht wenn ich sie kraule. Dann erschmust sie sich einige Leckerlies. Da habe ich selber Schuld, habe ich ihr selbst beigebracht. Sie war überhaupt kein Schmusetiger, als ich sie bekam. Aber, "Hund Katze Maus" sei Dank, weiß ich jetzt, dass man Katzen auch viel beibringen kann und es funktioniert. Dann bin ich erstmal wach, allerdings noch lange nicht ausgeschlafen. Oft surfe ich dann ein wenig im Internet oder schreibe an einem Blog - das allerdings erst allerneuerdingst. Dabei fallen die Augen dann irgendwann wieder zu - beim Schreiben natürlich nicht - und ich schlafe im Normalfall bis zum Weckerklingeln noch ein gutes Stündchen. Aber es ist ja nicht der Normalfall, ich habe ja Uhuhuhuhurlaub.
Genau das meine ich mit fremdbestimmt. Darüber wollte ich gar nicht schreiben. Also zurück zum Punkt. "Der frühe Vogel fängt den Wurm" war ja nun nichts mehr und so entschied ich mich für Gartenarbeit. Unkraut - ja man sagt ja eigentlich zupfen, aber das würde jetzt einen falschen Eindruck vermitteln. Dann kam meine Nachbarin und überzeugte mich, dass heute Rasen mähen angesagt ist. Es soll nämlich regnen. Ich hasse Rasen mähen. Wie gut, dass ich das gar nicht vor hatte, sonst hätte der Gedanke mir schon mal den Vormittag versaut. Aber jetz so spontan ohne langes soll ich soll ich nicht Geplänkel - klasse. Ich brauch normalerweise eine gute Stunde. Verreckt dieser Rasenmäher doch auf halber Strecke. Na toll. Das hat er ja lange nicht mehr gemacht und ich sah eigentlich keinen Grund, warum er es ausgerechnet jetzt tat, soooooo lang war der Rasen ja nun auch nicht. Völlig überhitzt braucht er jetzt erst mal ein halbes Stündchen zum verschnaufen. Im Stillen musste ich auch schmunzeln. Letztes Jahr um diese Zeit wog ich gute 10 kg mehr und da stand ich oft völlig überhitzt neben meinem Rasenmäher und musste verschnaufen. Das war Grund Nr. 1 fürs Abnehmen. Ich wollte wieder Rasen mähen können ohne "Zwischenübernachtung". Ich mir also mein Strickkörbchen geschnappt, ein schattiges Plätzchen gesucht und Nr. 1 des heutigen Tages angefangen. Halbe Stunde, halbe Margarite, Rasen fertig gemäht, 2. Hälfte gestrickt, zack bum. Nun blieb nur noch eine für die Nachtschicht, weil ich dann ja noch ins Kino musste, nicht unbedingt das Sommervergnügen, aber ein sehr schöner Film: Quartett. Ein Film von Dustin Hoffmann mit Maggie Smith. Er handelt von einem Altenheim für Musiker. Also wenn es ein Altenheim für Strickerinnen gäbe würde ich mich da schon mal anmelden. Aber das ist noch ein bisschen hin, auch wenn die 6 schon mal hin und wieder aus dem Baumwipfel lugt.
Eine Margerite stricken dauert ja so ungefähr eineinhalb Stunden und das war dann ein schöner Ausklang. Daran arbeite ich noch, ich möchte schneller werden.
Es ist jetzt 8:45 und wird grad ganz dunkel draussen. Sollte es mit meinem heimlichen Wunsch-(Strick) Wetter doch noch klappen? Möchtest Du wirklich dafür verantwortlich sein, dass eine ganze Region im Regen ertrinkt, wo sich doch grad alle so über das schöne Wetter freuen? Kann doch nicht Dein Ernst sein, Ute!
Wer hat das denn jetzt gesagt? Ich strick jetzt erstmal ne Runde und hör einfach nicht hin.
LG Ute

07.08.

Bevor ich jetzt wieder von Kuchen backen zu Arschbacken komme, hier alles einmal in Kurzform. Der angekündigte Regen hat sich eingestellt, mein Pensum habe ich locker geschafft und zur Abwechslung habe ich eine Erbse gehäkelt und eine Möhre  gestrickt. Das wär’s eigentlich.  Aber irgendwas plappert da in mir und will raus. Wie bitte stellt man das wieder ab? Ich mach ja schon Notizen, weil ich sonst gar nicht hinterher komme. Schreiben ist glaube ich nichts für mich. Die Phantasie geht ja völlig mit einem durch.  Und kein roter Faden in Sicht, außer in meinen Wollvorräten. Ich wollte ja eigentlich nur ganz sachlich über die Technik, das Garn, die Nadelstärke und natürlich den Fortschritt berichten und jetzt das! Also über die Technik habe ich ja schon mal was gesagt, sag ich doch mal was zum Garn:  Sockenwolle. Für die Margeriten Hot Socks Fashion Sockenwolle 4-fach, 75 % Schurwolle (superwash) 25 % Polyamid, 210 m LL. Gibt es hier bei Jawoll, Krümet oder Famila zum Preis von 1,99 – 2,29 €. Ich kann noch nicht sagen, wieviel ich davon brauche, da  a) die Größe noch nicht wirklich feststeht und ich  b) am Anfang so viel herumexperimentiert habe, dass ich erst jetzt mit einem vollständigen Knäuel angefangen bin und mir den Ausgangspunkt gemerkt habe. Weiß ab 29. Margerite, grün ab 35. Und wenn diese beiden Knäule aufgebraucht sind, kann ich eine Hochrechnung machen. Ich stricke mit doppeltem  Faden. Nadelstärke 3,5. Damit ist das Thema Nadelstärke auch schon abgehandelt. Oh je, was mach ich nur, wenn mir nichts mehr einfällt? Die Verbindungsquadrate sind aus Regia 4-fädig, gleiche Qualität wie Hot Socks, in einem anderen helleren Grün und einem ganz dunklen Grün, das habe ich aber noch gar nicht verstrickt, da es außen herum sein wird. Das ganz helle Grün ist Regia Cotton Summer Trend, die zuletzt gefundene und runtergesetzte, wegen der ich noch einmal von vorne angefangen bin. 41 % Schurwolle, 34 % Baumwolle, 25 % Polyamid. Die Augen sind aus smc select Extra Soft Merino, 100 % Merinowolle (superwash), 130 m LL, in 3 verschiedenen Gelbtönen.  Auch  runtergesetzt von 4,99 € auf 1,99 €. Gestern war Badetag. 30 Grad mit anschließender Karussellfahrt  bei 1200 Umdrehungen. Natürlich nur mit einem Probestück – wie gesagt, ich bin mehrmals angefangen.  Alles bestens. Hab zwar auch nichts anderes erwartet, aber sicher ist sicher. Gut zu wissen, denn wenn man Tiere im Haus hat müssen die Sachen waschbar sein. Ich möchte zwar nicht unbedingt, dass mein kleiner Plüschpanzer sich auf diese Decke legt, dass lässt sich aber leider nicht immer vermeiden.  Und wenn die süßeste Katze auf der ganzen Welt mal wieder den halben Garten mit reinbringt kann es schon mal sein, dass gewaschen werden muss. Hallo Ute, Kuchen backen. Wer hat das denn grad gesagt? Ich glaub, ich strick mal lieber weiter.

LG Ute

08.08.

Heute möchte ich nochmal was zur Stricktechnik sagen. Das ist etwas schwierig wegen der Urheberrechte. Davor habe ich natürlich großen Respekt und möchte mich auf keinen Fall in die Nesseln setzen. Aber ich glaube, ich verrate nicht zu viel wenn ich sage, dass laut Strickschrift in Hin- und Rückreihen gestrickt wird und durch die Abnahmen sich dann dieser Kreis bildet, der dann mit einer sauberen Naht zusammengefügt wird. Saubere Naht und ich passen schon mal gar nicht  zusammen. Und daran wäre das Projekt beinahe schon in Keim gescheitert. Ich bin ein Rundstricknadeljunkie und so habe ich mich rangemacht, das Muster auf Rundstricknadel umzusetzen. Was mir ja offensichtlich gelungen ist. Statt mit Nadelspiel stricke ich vorzugsweise mit 2 Rundnadeln, egal was, auch Socken, diese allerdings inzwischen gerne in der 2 Socken gleichzeitig  Methode. Die Hälfte der Arbeit ruht  gemütlich auf dem Seil, während man die andere Hälfte bearbeitet. Keine Nadeln, die stören, selbst wenn man nur noch 4 Maschen zu bearbeiten hat, man bricht sich nicht mehr die Finger dabei. Und keine Nadel kann einem ungewollt rausrutschen, es sei denn, man ist so doof wie ich und zieht kräftig an der falschen Nadel. An alle, denen diese Technik unbekannt ist: es gibt ein Tutorial von eliZZZa auf You Tube. Und jetzt kommt‘s. Ich habe diese Technik in einem englischen Anleitungsbuch für Teacozies entdeckt. Da wird das Schließen der Runde anders gemacht als eliZZZa es zeigt. Ich habe natürlich eliZZZa’s Methode sofort an Margerite Nr. 37 ausprobiert und finde sie besser als meine. Und dann kam mir die Idee: ich werde eliZZZa die Margerite Nr. 38 widmen. Dafür, dass ich schon wieder was von ihr gelernt habe, dafür, dass ich schon sooo viel von ihr gelernt habe, dafür, dass sie  uns hier diese tolle Plattform bietet. eliZZZa’s Tutorials waren so ungefähr die ersten, die ich auf You Tube gesehen habe. Ich bin inzwischen auch You Tube Junkie geworden, bekennender! Wenn ich das erzähle, sehe ich oft ein Naserümpf im Gesicht meines Gegenübers. Aber wenn ich dann erzähle, was man dort alles sehen kann, sind die Leute ganz überrascht. Sicher, es gibt eine Menge Müll dort, aber das muss man sich ja nicht ansehen. Also, wie widmet man eine Margerite. Zur Zeit ist es ja sehr deutlich, welche die Margerite Nr. 38 ist. Aber wenn die Decke mal fertig ist? Schaut euch an, wie ich das gelöst habe. Ich werde gleich nochmal ein Bild hochladen. Auf dem Bild sieht man auch schon die ersten beiden Reihen der nächsten Margerite. Dabei werden alle Randmaschen aufgenommen, wobei ich sie mit einem Faden aufstricke,  und die fehlenden Maschen mit dem französischen Anschlag  aufgenommen und zwar genau auf die Art, wie Deep Sleep es auf dieser Seite als Anschlag für den Rapunzel Schal als Video zeigt.

Also ob ihr’s glaubt oder nicht, jetzt liegt sie schon wieder da und mault. Ich geh mal lieber hin und strick weiter.

LG Ute


09.08.
Stricken spart unheimlich hab ich festgestellt. Also wenn man die Wolle nicht rechnet! Und die ganzen Strickutensilien. Und die Boxen für die Vorräte. Na und den Platz, den man schaffen muss, um die Unikate zu verstauen. Ich habe inzwischen so viele Schals gestrickt, dass ich mir schon richtig was einfallen lassen musste. Und dann zieht man doch immer den selben an. Bevor ich auf die Margeritendecke kam, wollte ich am liebsten ein ganzes Buch cooler Loops nachstricken. Aber dann hätte ich einen neuen Schrank oder zumindest ein neues Regal gebraucht und dafür ist kein Platz. Aber ich hatte das ernsthaft vor. Weil ich noch weiter abnehmen möchte und wenn ich stricke, esse ich eben nicht. Und trinke auch keinen Wein, die bleierne Müdigkeit , ihr wisst ;). Ich hatte mir auch vorgenommen, jeden Tag einen anderen Schal zu tragen und einmal damit durch die Fußgängerzone zu flanieren. Aber nun stricke ich ja Margeriten, und habe auch schon passende Kissen dazu im Kopf, also ich habe sie natürlich nicht designed sondern werde sie nur nachstricken. Allerdings, bei der "Steilküste" von Bärbel Friesecke - ihr habt sie sicher alle gesehen - könnte ich schon wieder schwach werden. Ich bin es noch nicht Leid, Margeriten zu stricken. Auch wenn es ein Großprojekt ist, ist es doch immer nur eine kleine, überschaubare Einheit, die gestrickt werden muss und die man auch zwischendurch mal schnell ( immer noch fast 1,5 Stunden pro M.) gestrickt hat. Und sie hat jetzt auch schon eine Größe, in der man sie geschickt über die Lehne des Korbsessels drapieren kann. Es ist also keine Arbeit, die während der Entstehungsphase in einem Körbchen neben dem Sofa oder sonstwo verschwindet. Aber ich hatte ja eingangs gesagt, dass stricken spart. Wie komm ich darauf? Es ist ja Ausverkauf. Und ich musste gestern los, Wolle kaufen, aber die zählt ja nicht. Ich komme also in die Stadt und denke: Hey, es ist ja Ausverkauf! Kannst ja gleich nochmal gucken. Und wisst ihr was, ich hatte keine Lust dazu! Ich bin schnurstracks in die Wollabteilung, wieder zurück, ab nach Hause, stricken. Und nun soll mal einer sagen, dass stricken nicht spart! In diesem Sinne - ach so, eins noch, sie mault heute gar nicht mit mir, hab nämlich eine Margerite vorgelegt, was ich in den nächsten Tagen auch gut brauchen werde - also in diesem Sinne
LG Ute

An einem Tag im August - ich habe jeglichen Zeitgefühl verloren
Ich hab mir in die Lippe gepiekst. Beim Fäden vernähen. Nicht lachen! Das tut richtig weh. Ich wollte mal was aufholen in Sachen Fäden vernähen, war ja auch gerade Clubthema. Und da ich mit doppeltem Faden stricke, vernähe ich ihn zunächst so unsichtbar wie möglich, dann ziehe ich einen der beiden Fäden aus dem Nadelöhr, nähe den zweiten Faden nochmals durch die nächstgelegene Masche und verknote dann beide Enden mit einem Doppelknoten miteinander, so fest, dass man Angst haben muss, dass der Faden reißt und dann schneide ich beide ganz eng über dem Knoten ab, mit der scharfen Stickschere, an der auch schon eine Margerite bummelt weil ich sie sonst immer verbummel. Habe ich auch mal in einem Tutorial so gesehen, also das mit dem Knoten, nicht das mit der Margerite. Ich halte jetzt mal kurz inne, damit ihr euch das nochmal auf der Zunge zergehen lassen könnt. Was für ein Aufwand ;-) ! Zum Verknoten brauche ich beide Hände, den Rest könnt ihr euch denken. Aua! Aber die Nadel wäre sonst auch immer weg. Trotz Nähnadelauffangstation (natürlich auch in Form einer Margerite) direkt am Körbchen. Ulla, Du hast ja so Recht gehabt! Inzwischen musste sogar die Häkelnadel dran glauben. Die war nämlich auch immer weg. Der Griff ist jetzt umhäkelt und daran bummelt - brauch ich nicht schreiben, oder? Ich häkel damit ja immer nur die letzten 4 Maschen ab. Dafür geht's. Sonst würde es stören. Warum ich die Sachen immer verbummel, kann ich euch sagen. Also ich oute mich jetzt mal: ich stricke auch im Bett. Ich weiß nicht, ob das viele machen, ich mach's. Nicht nur jetzt in der "Projektphase" sondern auch an allen Tagen, an denen ich eigentlich ausschlafen kann und es gerade dann nicht kann. Ich mag dann aber noch nicht aufstehen und dann hole ich mir eben die Arbeit und einen Kaffee ans Bett, schüttel die Kissen zurecht, dass ich mich hinten schön anlehnen kann, mach den Fernseher an, und dann geht's los. Bis ich vielleicht nochmal müde werde und mir die nächste Mütze voll Schlaf hole. Ich sehe übrigens inzwischen gerne Filme in der Hörfassung, da bekomme ich einfach mehr mit. Würd mich ja mal interessieren, ob es noch mehr Bettsträkler gibt. So, nun muss ich auch wieder. Fäden vernähen habe ich in meiner Herausforderung ja nicht definiert und die Zeit fehlt mir jetzt. LG Ute

Heute (?????????)
"Rasenmäher mäht nicht". Nein, keine Sorge, nicht schon wieder, der Rasen ist auch noch gar nicht wieder dran. Das war mein persönlicher Durchbruch im Internet und das kam so. Also damals, vor ungefähr 6 Jahren, mähte er auch schon mal nicht. Genauer gesagt, zeitlebens mähte er immer mal gerne nicht und ich war ganz verzweifelt. Hat schon mal jemand einen Rasenmäher im Citroën C1 herumkutschiert, geschweige denn, dort hineinbugsiert? Anfangs habe ich Freunde um Hilfe gebeten, aber das ist schon eine kleine Belastungsprobe für eine Freundschaft. Die letzten 3 mal habe ich es alleine geschafft, das hat mich stolz und dreckig gemacht, und ich habe mir ein weiteres Stückchen Unabhängigkeit erobert. Ich fahre dann mit ihm zu einem Urgestein von Monteur - aber jetzt lande ich gerade wieder bei den "A....backen", sorry. Zurück zum Internet. Ich hatte ein Laptop in erster Linie, um up to date zu bleiben, so mit den gängigen Office-Programmen. Vor dem Internet hatte ich ein wenig Angst, weil man ja immer erzählt bekommt, dass ein falscher Klick ziemlich teuer werden kann. Nicht mit mir, habe ich also gedacht. Und ich war auch nicht so kreativ, was Suchbegriffe anbelangt. Dass man das gar nicht sein muss, weiß ich jetzt. Kein Suchbegriff ist so blöd, dass Google und Co dazu nichts finden. Und als eines Tages mein Rasenmäher mal wieder ohne ersichtlichen Grund (aber er müsste sich auch schon gewaltig was einfallen lassen, dass ich es sehe) einfach auf halber Strecke aus ging, habe ich mir gesagt: jetzt googlest Du mal. Rein, an mein Laptop, ja was gebe ich denn nun ein ? :( " Rasenmäher mäht nicht" habe ich geschrieben und noch beim Schreiben nicht daran geglaubt, dass ich darauf eine Antwort bekomme. Um die Sache hier mal abzukürzen: es war der Luftfilter. Geholt, ausgetauscht nach Anleitung im Internet, fertiggemäht, rein, weitergegoogelt. Und seit dem bin ich nicht wieder davon losgekommen. Und da findet man dann so was tolles wie die Margeritendecke, obwohl, sie ist schon speziell, dominant, man braucht schon den richtigen Platz für sie. Ich habe sie neulich so beschrieben: sie ist die absolute Gratwanderung zwischen superschön und totalem Kitsch. Aber etwas Kitsch kann jede Wohnung verkraften, oder? Dass lass ich sie jetzt aber nicht hören sonst wird gleich wieder gemault. Ich geh mal hin und strick sie ein bisschen. Zur Beruhigung.
LG Ute
12.08.
Ich habe wieder ein Zeitgefühl. Ich musste nämlich mal in meinen Kalender schauen, nicht dass ich vor lauter Stricken noch einen Termin verbummel.
Also, ich erzähle längst nicht jedem von meinem Hobby. Weil es viel zu viele Menschen gibt, die Stricken blöd finden, Männlein wie Weiblein. "Ah, sie strickt". Wundert mich eigentlich, dass es über Stricken nicht schon so blöde Witze gibt wie über das Golfspielen. Stricken wird oft müde belächelt, auch von meinem Wollegeber - ich nenne ihn mal so, weil ich zur Zeit mehr Wolle als Brötchen kaufe - also auch mein Wollegeber hat ein gestörtes Verhältnis dazu. Seine Frau hat sich eine Skimütze gestrickt und sein Kommentar war: "Jetzt fängt sie auch damit an", Betonung auf auch. Neulich zeigte er mir eine Bewerbung von einer Schülerin für einen Praktikumsplatz. Super Noten, 1 Jahr Austauschschülerin, und sie sah bezaubernd aus. "Aber sieh Dir mal ihre Hobbies an: Stricken". Das klang aber abfällig. "Also, ich werde Dir mal was sagen" - ich weiß, dass das kein guter Einstieg für ein Plädoyer ist, ich war aber mächtig empört. Und dann musste er einen Redeschwall über sich ergehen lassen, der nicht von schlechten Eltern war. Ich weiß nicht, wer da sprach, aber es kam aus meinem Mund. Ob er sich im Klaren ist, dass Menschen, die stricken oder häkeln oder sonst eine Handarbeit machen, in der Lage sind, umfangreiche teils sehr kompliziert Anleitungen zu lesen, zu verstehen und umzusetzen. Und dass das völlig Wurscht ist, ob das auf eine gestrickte Masche oder einen komplizierten Fertigungsprozess umgesetzt wird. Also sinngemäß. Ruhe. Dann habe ich meinen gekonntesten "Du bist mir aber jetzt nicht böse" - Blick aufgesetzt und dann haben wir erstmal schallend gelacht. So hatte er das noch nie gesehen. Ich hatte ihn beeindruckt und das kommt selten vor. Leider hat das Mädel den Platz am Ende doch nicht bekommen, aber am Stricken lag es nicht. Ja, und meine Decke ist mehr wie zufrieden mit mir. Sie wurde gestern nämlich mächtig betüttelt. Und das gefällt ihr. Sie ist jetzt 47 ;)
LG Ute
13.08.
Lilly und Bürsten. Dazu möchte ich heute mal was sagen. Ich bin gespannt auf ihre Wolle. Sie lässt sich inzwischen ganz gerne bürsten, das war aber ein langer Weg. Sie ist ja eine Freigängerin und im Winter haben wir ein richtiges Problem. Das endete im ersten Jahr beim Tierarzt. Ich wusste mir keinen anderen Rat mehr. "Sie müssen sich durchsetzen" gab mir seine Sprechstundenhilfe noch mit auf den Weg und das versuchte ich dann auch. Dabei trug ich dicke gefilzte Armstulpen. Da konnte sie nicht durchbeißen - obwohl, wenn sie gewollt hätte, hätte sie das auch geschafft. Und ihre Kratzspuren waren damit auch eingegrenzt. Dann fand ich eine Hundefriseurin, die auch Katzen machte. Lilly ging während der Wintermonate wesentlich häufiger zum Friseur wie ich, allerdings kostete es längst nicht so viel wie bei mir. Parallel übte ich mich weiter im Durchsetzen. Mit mehr weniger Erfolg. Ich habe viel Geld ausgegeben für Bürsten, Furminator - Bredja ;) - Entfilzungskämme, Entfilzungslotion (kann man sich gänzlich sparen). Alles war nicht richtig und meine Katze flüchtete vor mir, wenn ich nur das Wort bürsten dachte. Eines Morgens, ich föhnte gerade mein goldgefärbtes Haar, griff ich versehentlich zu einer Bürste, die ich eigentlich schon lange entsorgen wollte, weil sie mich aggressiv machte. Klingt blöd, aber es war so. Die Borsten dieser Bürste waren sehr spitz und taten mir schon bei der geringsten Berührung weh. Und da kam mir die Idee. Ich nahm Lilly's Bürsten und probierte sie an mir aus. Aua! Beim nächsten Durchsetzungsversuch nahm ich meine Lieblingsbürste und siehe da, viel besser. Jetzt hat sie ihre eigene Bürste, eben mein Lieblingsmodell, und einen groben Kamm mit abgerundeten Zinken. Und eine kleine Schere, scharf, aber mit abgerundeten Spitzen wegen der Verletzungsgefahr. Und die setze ich rigoros ein, wenn es mal wieder sehr arg ist. Sie schnurrt jetzt beim Bürsten, und lässt sich mühelos in alle Positionen drehen, die nötig sind, jedenfalls solange es nicht ziept. Sie ist übrigens in diesem Jahr 5 geworden. Wir lieben uns. Und zu 5 fällt mir gleich noch was anderes ein. Ich bin bei der vierundfünfzigsten Margerite angekommen, das ist gut 1/3 . Hab die Schlagzahl ein wenig erhöht, weil das Wetter gerade so schön scheußlich ist. Ich freu mich. Und ich habe immer noch Lust dazu. Na dann werd ich mal. LG Ute
15.08.

Ich hatte gestern einen Friseurtermin. Ich bin mit Grauen hingegangen und mit Blonden wieder rausgekommen. Hahaha, ganz alter Witz. Ich war seit einem Jahr nicht mehr beim Friseur, hatte sozusagen eine Phobie entwickelt nach all den Katastrophen, die im letzten Jahr passiert sind. Alle Wiedergutmachungsversuche meines damaligen Friseurs endeten in einer neuen Katastrophe. Und dann habe ich die Notbremse gezogen. Eine Freundin, ehemalige Friseurin, hat mit inzwischen die Haare geschnitten, aber das war auch keine Dauerlösung. Also habe ich mir jetzt einen neuen gesucht, das ist gar nicht so einfach, wie viele bestimmt schon leidvoll erfahren haben. Und wenn man meint, man hat eine/n gute/n gefunden, trügt der Schein. Es geht ganz lange gut, manchmal über Jahre, und "dann ist die Luft raus" sag ich immer, eine Freundin sagte es mal so: "Dann sind sie nur noch in ihre Schere verliebt und machen, was sie wollen". An dieser Stelle möchte ich unbedingt erwähnen, dass anwesende Friseurinnen und Friseure natürlich ausgenommen sind. Mein "Neuer" ist in der nächstgelegenen Kleinstadt. Das Gute an ihm ist, dass der Salon in unmittelbarer Nähe von meinem Lieblingswollgeschäft ist!!! Kann man quasi hinspucken. Und da habe ich dann gestern gefachsimpelt und gestöbert und bin natürlich schwach geworden bei einer runtergesetzten Lana Grossa Meilenweit home. Ich bin aber auch ein Schnäppchenjäger! Das ist jetzt eine ganz kritische Phase für meine Margeriten. Ich hoffe, ich bleibe standhaft. Ich weiß auch noch gar nicht, was ich daraus mache, sie würde für einen Loop gut passen, der noch im Hinterkopf gespeichert ist. Ich muss 100 werden, um den Hinterkopf frei zu bekommen. Schluss für heute, bekomme heute Nachmittag Besuch und die Bude steht noch Kopf. Stricken kann ich knicken (und ein Poet werde ich dabei auch noch) ;-). GLG Ute
16.08.
Trotz Besuch habe ich doch noch ein paar Runden geschafft gestern. Wirklich nur ein paar Runden, aber was weg ist ist weg. Aber ich habe ja schon ein wenig Vorlauf, von dem ich zehren kann für genau diese Fälle. Es sind die Meilensteine innerhalb der einzelnen Margerite, die mich vorantreiben und mich nicht merken lassen, wie die Zeit dabei vergeht. Schnell noch das Zwischenstück anstricken, 8 Doppelreihen mit 8 Maschen - Lachnummer -, dann kannst Du auch noch schnell die neuen Maschen aufnehmen und zur Rund schließen, was sind schon 2 Runden in Grün, aber jetzt noch schnell die erste Runde weiß. Also komm, die zwei Runden bis zur überkreuzten Masche noch, ab hier ist doch easy going bis zum Wechsel zu gelb, und bei gelb ist ja quasi schon fertig. Die letzten 4 Maschen zusammen häkeln, zack, Faden ab, fertig. Dieses Szenario spielt sich dann auf 10 cm im Durchmesser ab. Und nun aber an die Arbeit, oder ab ins Bett, oder doch noch schnell ein Zwischenstück? LG Ute
18.08.
Ich brauchte mal einen Tag ohne. Ohne Margeriten, aber nicht ohne stricken. Ich hatte einer Freundin das Buch "Bezaubernde Blütenpracht" von Lesley Stanfield gezeigt, das noch nicht so lange in meinem Besitz ist. Und da gab es kein Halten mehr. Ist eigentlich ziemlich schnell gestrickt. Ich habe sie gefilzt, so etwas Ähnliches habe ich bereits, daher kam mir die Idee mit dem Filzen. Strickfilzen ist ja auch eine spannende Sache. Ich habe schon die ganze Familie mit meinen Filzpantoffeln versorgt. Es war jedesmal wieder ein Erlebnis, was da aus der Waschmaschine kam. Mein "Prototyp" ist auch noch verbesserungswürdig, trotzdem bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Und Prototyp deshalb, weil mir ja schon wieder tausend und eine Idee durch den Kopf schwirrt, wen ich damit beglücken kann, ob derjenige nun will oder nicht. Ist ja immer so eine Sache mit dem Selbstgemachten, aber das war ja schon ein Thema. Aber bevor ich mit der Serienproduktion beginne, hab ich ja wohl noch genug Anderes zu tun oder? Und damit mach ich jetzt einfach mal weiter, weil - jetzt fehlt sie mir auch. LG Ute

25.08.
75! In Worten: fünfundsiebzig. Das sind 3 mehr als geplant. Ich bin ganz stolz auf mich. Die Breite steht nun fest: 120 cm, die Länge muss sich noch ergeben. Eigentlich wollte ich bei Nr. 72 ein Pikolöchen trinken. Hab mich aber verzählt und dann war - schwups - schon Nr. 73 fertig. Das P... gab's aber trotzdem. Sie ist damit ja noch längst nicht fertig, mein Urlaub aber schon. Ich hatte eine tolle Zeit. Ich war wie im Rausch - im Strickrausch -. StrickRauschen steht übrigens auf meiner "to möchte gerne" - Liste mit ganz oben. Gott sei Dank habe ich inzwischen schon wieder einige Ideen vergessen, so viele Anregungen habe ich bekommen. Aktueller Virus: Granny Squares. Ich kann mich gar nicht satt sehen. Aber erst einmal habe ich noch genug zu tun. 75 ist ja nun mal erst knapp die Hälfte. Oder nein, ich sehe es anders: 75 ist ja schon fast die Hälfte! Und die Lust ist noch nicht ein bisschen weniger geworden.
Nicht nur mein Urlaub endet, an dieser Stelle endet auch mein Blog. Ich möchte mich ganz herzlich für euer Interesse bedanken. Ihr habt mich mit durch diese tolle Zeit getragen und ward mein Ansporn, mein Ziel zu erreichen. Natürlich werde ich meine Margeritendecke präsentieren, wenn sie fertig ist - neuesten Hochrechnungen zufolge im März 2014. GLG und nochmals danke Ute

Bild folgt wenn es hell ist ;)

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Kommentar von Stricksogern am 25. August 2013 um 6:16pm

Schade, dass dein Blog nun endet. Es war sehr schön, wie du geschrieben hast. Waltraut kann ich nur zustimmen. Ich wünsche dir nach deinem Urlaub einen guten Start ins Arbeitsleben.  LG Monika

Kommentar von Waltraud am 25. August 2013 um 9:02am
Hallo Ute, ich habe mich bei Deinen Beiträgen sehr amüsiert und teilweise heftig lachen müssen. Hoffentlich hast Du bald wieder Urlaub, damit wir wieder mit Dir "leiden" können und unser Zwerchfell kitzelt. Liebe Grüsse, Waltraud
Kommentar von Ulla am 25. August 2013 um 7:02am

...hallo liebe Ute, ich finde es schön, dass Du uns an Deinem Projekt teilhaben lässt:) Die Freunde daran springt förmlich aus Deinen Zeilen auf mich über:) Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag und morgen einen tollen Start in die neue Woche:) GLG Ulla

Kommentar von Stricksogern am 9. August 2013 um 5:12pm

Hallo liebe Ute, wenn du mich sehen könntest, würdest du schmunzeln. Ich lese deine Zeilen und fühle mich seelenverwandt oder besser gesagt strickverwandt. Mir geht es in vielen Dingen wie dir. Mit dem Stricken geht es mir auch so. Wie du das mit dem Schlussverkauf beschreibst, erlebte ich es ebenfalls. Keinen Bock auf Klamotten kaufen! Es gefiel mir nichts. Sah alles doof aus! Will lieber selber machen! Dann ging' s ab nach Hause an die Nadeln. Und glücklich war die Mutter, Oma! Mach weiter so! LG Monika

Kommentar von Ute am 9. August 2013 um 1:21pm
Hallo Bärbel, deshalb habe ich mir auch von vornherein das Ziel gesetzt, 3 pro Woche zu stricken. Die Idee, jetzt im Urlaub so richtig Gas zu geben, kam ganz spontan. Und macht mir riesig Spaß! Schau wegen der Bilder mal auf meiner Seite nach. LG Ute
Kommentar von Heidi Bachmann am 9. August 2013 um 10:36am

Um Gottes Willen, Du machst Dir ja so viel Mühe, da komme ich mir mal wieder richtig faul vor. Aber ich finde es toll !!!!! Und wenn ich bedenke, dass ich von null Handarbeit auf "so gut ich es eben hinkriege" wachse, ist es eigentlich nicht erschreckend sondern inspirierend.  Wenn ich Elizzzas Seite nicht gefunden hätte, wäre ich gar nicht so weit gekommen. Also weiter üben, üben, üben.

Kommentar von Ulla am 6. August 2013 um 8:23am

Guten Morgen liebe Ute, ich lese Dein "Tagebuch" sehr gerne....setzt  Dich bloß nicht so unter Druck...denk daran,  D u hast U r l a u b:) fröhliches Schaffen wünsch ich Dir. Ganz liebe Grüße Ulla

Kommentar von Stricksogern am 5. August 2013 um 8:07pm

Liebe Ute, auch ich verfolge deine Geschichte und freue mich schon auf die Fortsetzung. Ich kann mich gut an die Geschenke meiner Oma erinnern. Als Jugendliche konnten wir damals die Handarbeiten doch nicht so schätzen, wie sie es verdient hätten. Aber jetzt kann man das. Besser später, als nie!

Weiterhin viel Erfolg mit deiner Decke! LG Monnika

Kommentar von Monika Anna R am 5. August 2013 um 6:11pm

Liebe Ute,

deine Geschichte mit der Decke ist einfach schön. So waren wir sicher alle.

Damals bekam man ja auch mal behäkelte  Taschentücher oder Häkeldecken bzw.

Kissen. War doch einfach nur altmodisch, aber das wollten wir der lieben Omi nicht

sagen.

Nun spüren wir selbst, wie die Blüten beginnen zu Leben, weil sie aus unserer-

und der Großmutter- Seele kommen.

Ich verstehe dich voll und ganz.

Kannst du mal eine Blüte hochladen??? Wo gibt es die Strickschrift.

LG Monika-Anna

Kommentar von Melanie Pialek am 4. August 2013 um 8:06pm

Liebe Ute mach weiter so, ist klasse deinen Bericht zu folgen. Und das mit der Seele eines Strickstücks glaub ich dir. Habe sowas ähnliches mit einer Wolle, ich habe schon mehrere stücke versucht anzufangen aber sie mag das nicht und dann wird das auch nichts.

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