Hallo Community,
es ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Ich bin selbst 15 Jahre alt und immer wenn ich jemandem erzähle, dass ich häkeln und stricken kann und das auch noch mit Freude ausübe, bekomme ich schiefe Blicke. Es sei doch viel cooler den ganzen Tag bei Facebook zu sitzen (ich bin ja auch etwas süchtig danach ;)) und mit dem Smartphone herum zu hantieren.
Ich würde gerne wissen ob sich hier ein paar jugendliche Schäfchen verstecken. Deswegen würde ich auch an die anderen die Frage stellen, in welchem Alter ihr momentan seid, wann ihr angefangen habt, wie ihr es gelernt habt und wie ihr zu dem Thema Handarbeit allegemein steht.

Danke und viel Freude an eurem momentanen Projekt ;)

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Hallo Anna!

Erstmal ein herzliches Willkommen an dich, wie ich auf deiner Seite sehe bist du ja auch noch ganz neu hier =)

Ich habe mich von dir jetzt einfach mal angesprochen gefühlt. Mit meinen 21 Jahren fühle ich mich dann doch noch nicht dem alten Eisen zugehörig ;)

Mir geht es ähnlich wie dir. Wenn ich irgendwo erzähle, dass ich gerade mein 2. Paar Socken stricke (weil ich immer ganzschön stolz bin und mich riesig freue, dass ich das hinbekomme :D), runzeln die Leute die Stirn und ich bekomme meist dumme Kommentare. Vor allem von jungen Leuten, meine Eltern und Bekannte, die schon etwas älter sind, finden es toll. Keine Ahnung woran das liegt.

Ich glaube ja, dass Jungendliche/Kinder heute gar nicht mehr so in Berührung mit Handarbeiten kommen. Wir haben damals in der Grundschule noch weben, sticken und nähen gelernt. Gibt es das heute überhaupt noch?

Nach der Grundschule habe ich dann allerdings lange Zeit nichts mehr mit Wolle am Hut gehabt. Aber vor 2-3 Jahren wurde mein Interesse irgendwie wieder erweckt. Und nun macht es mir riesige Freude und ich kann gar nicht so schnell stricken, wie ich meine Ideen umsetzen möchte :D

Viele Grüße!


Julia

Hallo Anna.

Bin 26 jahre alt und habe genau das gleiche "Problem".

Angefangen habe ich auch vor ca 2-3 Jahren. Meine Eltern, Großeltern und mein Freund finden es toll, aber in der Clique oder bei jungen bekannten stößt man auf "unverständnis"...

Finde es ein entspannendes Hobby und als ausgleich zur Arbeit perfekt ;)

Früher hatte ich in der Realschule etwas häkeln (für ca 2-3 Wochen) und zu Hause hab ich kleine Sachen gewebt (aber nicht lange). Aber sonst hatte ich keinen Kontakt zur Wolle. Bin aber froh damit begonnen zu haben :D

Vielleicht werden sich irgendwann mehr Jugendliche dafür interessieren. Wäre zu Schade, wenn das Wissen irgendwann verloren ginge ...

Viele grüße ♥

Destiny

Hallochen,

ich muss zugeben, dass selbst ich mit 40 Jahren noch schief angeschaut werden, wenn ich davon erzähle. Aber nicht von jedem. Die Mehrzahl reagiert eher mit Bewunderung, da (wie sie sagen) sie weder das Geschick noch die Geduld für diese Handarbeit haben.

Heutzutage wird die klassische Handarbeit insbesondere in Großstädten und dank neuer Medien weniger Bedeutung haben als noch vor 20 Jahren. Jedoch gibt es Regionen, wo die Uhr ganz anders tickt. Ich denke dabei an den sorbischen Raum oder Regionen, wo Klöppeln noch hoch im Kurs steht, wo auch heute noch Tradition und Handarbeit untrennbar verbunden sind und eben den Kindern/Jugendlichen ganz anders vermittelt wird, als in einer Großstadt wie Berlin. ;)

Letztlich ist es wie mit dem Handwerk. Über die Jahre und durch Modernisierung/Automatisierung sind viele Handwerke "fast" verloren gegangen. Und dennoch leben auch diese immer wieder auf. Wer Handarbeiten nachgeht, sollte daher wohl seine Kinder damit aufwachsen lassen und sie dran teilhaben, weil nur dann kann die Handarbeit wie das Handwerk weiter bestehen. Hören wir auf unser Wissen zu teilen, muss über kurz oder lang die Stille einkehren. ;)

Bei mir fing die Handarbeit in der Schule an. Da gabs fakultativ Nadelarbeit. Stricken war zwar glaub nicht mit dabei (eher Sticken und Häkeln *übaleg), aber das Stricken hat mir vom Grundsatz her meine Mutter beigebracht. War auch nicht die Talentierteste und habs daher immer mal wieder an den Nagel gehängt, um es irgendwann wieder auszugraben. Dieses Wechselspiel zieht sich nun bestimmt schon 20 Jahre durch mein Leben. Mal sind die Pausen länger und mal kürzer. Wie bei vielen lockt merkwürdigerweise immer die kalte Jahreszeit, um mal wieder zu stricken.

Diesmal hab ich mit Socken angefangen. Anreiz war die Sockenwolle-Aktion bei Lidl. Tja mein 1. Paar Socken ist bald fertig und ich freu mich schon auf die nächsten Paare. Und Ideen für andere Dinge hab ich auch schon. Ich möchte z. B. gern für meinen Dad zu Weihnachten so eine kleine runde oder ovale Tischdecke häkeln. Er hat die pausenlos im Einsatz und da kann was Neues nicht schaden. Vor Jahren hatte ich meinen Eltern zu Weihnachten eine selbst bestickte Weihnachtstischdecke geschenkt und die Ressonanz war super. Lag wohl auch daran, dass meine Mutter in ihren jungen Jahren viel gestrickt hat (meine ganzen Baby- und Kindersachen waren selbst gestrickt) und sich somit immer über solche selbstgemachten Dinge freute.

Gruß Nancy

Hallo Anna,

ich (49) bin dann wohl eher schon eine Handarbeits "Oma". Mein Häkelzeug begleitet mich jeden Tag, ich habe es immer im Rucksack dabei. Beim Warten an der Haltestelle oder in der Bahn schafft man schon einiges.

Mein erstes Häkelwerk, gelernt wurde es in der Schule, waren Topflappen für meine Oma zu Weihnachten. Allerdings waren die Teile nicht quadratisch, sondern ein leichtes Trapez. Obwohl das schon so lange her ist kann ich mich immer noch genau an die Farben erinnern. gün mit rotem Rand .

Stricken brachte mir dann meine Mutti bei, als ich so 10 Jahre war.  Sie bevorzugte mehr Muster, ich liebte es mit vielen Farben zu stricken. Meine kleine Schwester bekam damals viele Pullover und Mützen.

Nach etlichen Jahren Handarbeitsabstinenz, habe ich 2006 wieder angefangen, als meine 1.Nichte geboren wurde.  Damals kämpfte ich mich dann auch durch meine 1.englische Anleitung : die Disneyfiguren, Pooh & Co.

Nachdem ich hier im Club bei elizzza die Videos des Hallo Kitty Engels entdeckt hatte, lies mich der Amigurumi Virus nicht mehr los. 

Mittlerweile habe ich 2 Nichte, die gerne Mütze oder Kuscheltiere mögen, die die liebe Tante gehäkelt hat.

Meine jetzt 6-jährige Nichte sieht ja nun ständig das Handarbeitszeug bei mir. Mit dem normalen Häkeln klappt es bei ihr noch nicht, obwohl sie es so gerne möchte, aber mit der Strickliesel kann sie seit 1 Jar umgehen und auch das Fingersticken klappt schon ganz gut. Nur die Ausdauer fehlt noch.

LG Bengelmausi

Hallo!

Ich würde mich gern an dieser Diskussion beteiligen.

Ich finde es auch schade, dass Kinder immer weniger mit Handarbeiten zu tun haben.

Allerdings gibt es noch Schulen, die Handarbeitskurse anbieten. Meine Tochter ist 11 Jahre alt und begeistert  beim Nähkurs dabei. Von mir lernt sie ein wenig Stricken und Häkeln.

Und ich bin froh, mein Wissen an sie weitergeben zu können :)

Viele Grüße

Michaela 

Hallo zusammen :)

Ich selbst bin 25 und hab im Winter 2010 angefangen, meine Oma hatte es mir schon mal gezeigt, da war ich so 6 oder 7, aber damals hatte ich noch nich genug Geduld dafür :D Dafür ist sie jetzt umso glücklicher, dass ich wieder häkle und zum Teil sogar stricke (wobei ich irgendwie eine Nadel immer noch besser finde als zwei oder gar fünf ^^).

Im ersten Moment werde ich von jüngeren auch schief angeschaut, wenn ich ihnen dann aber meine Werke zeige, sind alle begeistert und finden es gar nicht mehr altmodisch. 

Ich häkle auch immer gern im Zug und wurde da auch schon mal die ganze Fahrt lang gespannt beobachtet, was das denn niedliches wird (hab eins von den niedlichen Schäfchen gemacht).

Im Freundeskreis finden es alle toll was ich mache und viele wollen es jetzt von mir sogar lernen, damit sie auch so tolle Sachen machen können :)

Aber insgesamt stimmt es schon, dass viel zu wenig junge Leute sich dafür interessieren, wobei ich das Gefühl habe, dass es immer mehr werden. Das wird auch dem Internet, YouTube-Videos, Blogs und so tollen Menschen wie EliZZZa zu verdanken sein. Es wäre auch schade, wenn ich 50 Jahren keiner mehr wüsste, wie man strickt und häkelt (und näht und spinnt und webt,.......)

LG Sheepy

Hallo, ich finde es toll,wenn es noch Mädels gibt, die sich für so was interessieren! Ich hab mit 11 Jahren, häkeln, stricken und sticken und Nähmaschine nähen gelernt. Das gehörte in der 4. bzw 5. Klasse zum Unterricht dazu. Mit 12 hab ich meinen ersten Pullover gestrickt, mit Wolle "aus dem Westen"... Wolle war früher leider  selten in schönen Farben zu bekommen und zu horrenden Preisen. Aber zum Glück kann man sich ja heute kaum entscheiden, was man nehmen soll!!!

Meine beiden Tochter sind 9 und 8 Jahre alt und die Große hat auch schön ihren ersten Handarbeitskurs hinter sich, stricken und häkeln klappen schon ganz gut, aber die Ausdauer fehlt noch. Ihr selbstbesticktes Nadelmäppchen ist wunderschön geworden und hat mich ganz stolz gemacht. Stricklieseln können alle beide schon.

Am Wochenende hatte mein Sohn (22) Party, da waren ein paar Mädels, die weder ne Stricknadel von ner Häkelnadel unterscheiden konnten, noch Gestricktes von Gehäkeltem. Echt traurig!!!

Ich finde, man sollte so ein tolles Hobby, das entspannt, Gemeinsamkeit schafft und so viele tolle Sachen hervorbringt, einfach pflegen.

Ich hab auch das Gefühl, Handarbeiten sind bei jungen Leuten wieder im kommen. Wie wär es denn mit einer Teenie- Gruppe???

Ganz liebe Grüße

Ines

Auf diese Idee mit einer Teenie Gruppe kam ich auch schon :)
Schön, dass jemand meine Idee unterstützt. Ich werd mich heute abend direkt mal ransetzen.

LG Anna

Hallo,

ich bin zwar bei weitem nicht mehr jugendlich, doch ich finde es toll, das es doch noch junge Leute gibt, die sich dem guten alten Handwerk beschäftigen. Manche jungen Mädchen können ja nicht mal mehr einen Knopf annähen, geschweige denn häkeln oder stricken. Ich find es super, das du an diesen Arbeiten noch freude findest.

LG Wollusel Andrea

Liebe Anna!

Ich bin schon ein bisschen älter als du und habe unter anderem eine 13-jährige tochter, die nach ihren ersten Versuchen gleich aufgegeben hat. ich selbst habe schon gestrickt als ich in Deinem Alter war und konnte sogar manche Lehrer davon überzeugen, dass stricken und zuhören vereinbar ist (obwohl damals von Multitasking noch keine Rede war). Als meine Kinder klein waren hatte ich keine Zeit dazu, aber seit ein paar Jahren stricke und häkle ich wieder. Meine Kinder belächeln das zwar meistens, meine Tochter (die übrigens auch Anna heißt) nennt mich liebevoll Granny aber manchmal finden sie´s ganz nützlich. Sogar meine Söhne haben mich schon um eine Mütze gebeten und tragen diese auch.

Solange es Dir Spaß macht, lass die schiefen Blicke von Dir abprallen.

LG

Bettina

huhu Anna,

ich bin 23, habe mit 5 das häkeln von meiner omi gelernt, dann mit 16 stricken (auch omi) und ich liebe beides. das mit den schiefen blicken kenne ich sehr gut, aber hey, da stehen wir doch drüber ;-)

alles Liebe, Rena

Hi! Ich bin 33, aber meine "kleine" Schwester ist 19, und endeckt grade Stricken !! Sie hängt zwar auch den ganze Tag bei Facebook rum, aber zur Zeit mit eine Stricknadel in der Hand! Sie strickt für ihren Freund. Anna, du bist nicht allein, nur Mutig zu dein Hobby zu stehen!

LG

Gabriella

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